Warum ein Unterstützungsprojekt im Kongo?

Der Kongo zählt zu den ärmsten Ländern der Welt

Und das, obwohl der Kongo gemessen an Bodenschätzen und der Agrarwirtschaft zu den reichsten Ländern gehören könnte. Das Land und seine für die Industrie wichtigen Bodenschätze wie z.B. Diamanten, Gold, Erdöl und Coltan werden systematisch von den westlichen Industrienationen ausgebeutet. Aufgrund der geografischen Lage und den damit verbundenen Wetterverhältnissen können Obst und Gemüse mehrfach im Jahr geerntet werden. Der Großteil der Bevölkerung ist Selbstversorger.

Die Bevölkerung lebt und arbeitet unter immer schwerer werdenden Bedingungen und wird von (sozialen) Unruhen erschüttert.

Ein Projekt „Hilfe zur Selbsthilfe“ unterstützt die Bevölkerung direkt vor Ort


Das Sozialsystem in der Demokratischen Republik Kongo

  • Das ehemals gute Sozialsystem ist zusammengebrochen

  • Die Regierung zahlt keine Gehälter mehr

  • Die Bevölkerung muss Ärzte, Polizei, Lehrer und Beamte jeweils direkt bezahlen (la motivation)

  • Die Bevölkerung traut auch der neuen Regierung keine regelmäßige Bezahlung zu
  • Soziale Dienste werden vor allem von der katholischen Kirche betrieben. Daher genießt die Kirche ein hohes Ansehen

Der Kongo ist in etwa 7 Mal so groß wie Deutschland

 

Die Verkehrswege bestimmen die Erreichbarkeit

Im Kongo herrschen nur zwei Jahreszeiten:
  • drei Monate Trockenzeit (Juni - August)
  • neun Monate Regenzeit

Der Kongo erbte bei seiner Unabhängigkeit ein sehr gutes, dichtes Straßennetz von über 100.000 Kilometern Länge, das sich über das gesamte Land erstreckte.


Unzureichende Wartung während der Herrschaft Mobutus (die vorgesehenen Gelder wurden veruntreut) sorgte dafür, dass in den 1990er Jahren nur noch etwa 10.000 Kilometer Straße befahrbar waren, die Überlandstraßen waren fast vollständig verschwunden.

Die Länge des Straßennetzes wird heute mit rund 150.000 Kilometer angegeben, von denen jedoch nur rund 3.000 Kilometer asphaltiert sind.

Ein beträchtlicher Teil der Straßen ist daher in der Regenzeit nicht befahrbar.